Webflow ist für die meisten modernen Marketing-Websites heute die bessere Wahl. WordPress bleibt stark, wenn Inhalte extrem groß, Prozesse sehr individuell oder Shops und Mitgliederbereiche der Kern des Projekts sind.
Wenn ihr eine Website sucht, die Marketing schneller macht, das Design konsistent hält und euch nicht in ständige Wartung zwingt, liegt Webflow meist vorne. Wenn ihr dagegen maximale Backend-Flexibilität, riesige Archive oder ein plugin-lastiges Spezial-Setup braucht, bleibt WordPress eine sehr gute Option.
Warum dieser Vergleich gerade jetzt wichtig ist
Die Frage Webflow oder WordPress ist heute relevanter als noch vor ein paar Jahren. Früher war die Unternehmenswebsite oft ein statisches Projekt. Heute ist sie Vertriebsfläche, Content-Hub, Conversion-Maschine und Produktkommunikation in einem.
Genau deshalb reicht es nicht mehr, wenn ein CMS "irgendwie funktioniert". Es muss Teams im Alltag schneller machen. Wenn jede neue Landingpage, jede neue Case Study und jede Design-Anpassung erst über Entwicklung, Plugins und QA laufen muss, wird die Website zum Bottleneck.
Quelle: Eigene Analyse, Designbase (Stand 2026)
Die Stärken der beiden Systeme im Überblick
WordPress: Die Macht des Ökosystems
WordPress ist ein Open-Source-CMS. Der Kerncode gehört niemandem - ihr hostet ihn selbst oder über einen Anbieter. Das System punktet mit maximaler Erweiterbarkeit und einem riesigen Plugin-Ökosystem.
Laut W3Techs läuft WordPress auf über 40 Prozent aller Websites weltweit und hält rund 59 Prozent des CMS-Markts (Stand 2026). Das ist allerdings das erste Mal seit über zehn Jahren, dass WordPress kontinuierlich Marktanteile verliert. Der CMS-Marktanteil noch bei 43,5 Prozent im Mai 2025 - im September 2026 sind es noch 40,2 Prozent. Die Plattform dominiert nach wie vor, aber die Kurve zeigt erstmals nach unten.
- Open-Source-CMS mit einem riesigen weltweiten Ökosystem
- Extrem flexibel dank Tausender kostenloser und kostenpflichtiger Plugins
- Ideal für sehr große Content-Hubs, komplexe Strukturen oder Mitgliederbereiche
- Hosting, Sicherheit und Updates liegen in eurer Verantwortung
- Kann sehr schnell sein, braucht aber ein sauberes technisches Setup und konsequente Pflege
Webflow: Die Macht der Integration
Webflow bietet hohes Tempo im Alltag, starke Layout-Kontrolle und sehr wenig operativen Overhead.
Laut StackScan laufen weltweit über 580.000 Websites auf Webflow. Deutschland liegt mit rund 34.837 Seiten auf Platz zwei hinter den USA - im gesamten DACH-Raum sind es zusammen knapp 50.000 (Stand 2026).
- Visueller Website-Builder mit integriertem CMS und Hosting (SaaS)
- Design- und Component-first-Ansatz - sehr hohe Layout-Kontrolle ohne Theme-Grenzen
- Ideal für Marketing-Websites, Landingpages und agile Marketing-Teams
- Verwaltete Sicherheit, automatische Backups und Updates - sehr geringer Wartungsaufwand
- Sauberer Code-Output (HTML, CSS, JS) - gute Performance und Core Web Vitals oft leichter erreichbar
Wohin geht der Trend?
Das Suchinteresse für WordPress ist laut Google Trends weltweit um rund 20 Prozent gesunken - gemessen über die letzten fünf Jahre. Der Kurvenverlauf ist eindeutig: ein langsamer Rückgang seit 2022, unterbrochen von einem kurzen Spike Anfang 2026 (rund um den öffentlichen Konflikt zwischen Automattic und WPEngine), danach wieder nach unten.

Webflow zeigt die entgegengesetzte Kurve. Laut W3Techs ist der CMS-Marktanteil von Webflow von unter 0,1 Prozent (2020) auf aktuell 1,2 Prozent gestiegen - ein Wachstum von über 1.000 Prozent in sechs Jahren. Die absolute Größe ist noch klein. Aber die Richtung ist klar.
Für Teams, die eine Plattform für die nächsten fünf Jahre wählen, ist das kein unwichtiger Datenpunkt.
Für welches Projekt ist Webflow besser?
Webflow ist besser, wenn ihr eine Marketing-Website mit hohem Anspruch an Design, Konsistenz und Geschwindigkeit betreibt. Das gilt besonders für B2B-Unternehmen, SaaS-Websites, Agenturen, Beratungen und Teams, die ihre Website laufend weiterentwickeln.
Typische Fälle, in denen Webflow vorne liegt:
- Unternehmenswebsite mit Blog, Case Studies, Landingpages und Ressourcen-Hub
- Rebranding oder Relaunch, bei dem Designqualität und Time-to-Publish entscheidend sind
- Marketing-Team soll Inhalte und Seiten selbstständig anpassen können
- Hoher Anspruch an Komponenten, Designsystem und visuelle Konsistenz
- Wenig Lust auf Plugin-Wartung, Hosting-Fragen und technische Altlasten
Webflow vs. WordPress für B2B-SaaS-Unternehmen
Für B2B-SaaS-Unternehmen ist Webflow oft die bessere Wahl. Der Grund ist einfach: Diese Websites brauchen selten nur einen Blog. Sie brauchen Produktseiten, Vergleichsseiten, Lösungsseiten, Integrationsseiten, Case Stories, Ressourcen und laufend neue Kampagnen-Landingpages.
Genau in diesem Setup spielt Webflow seine Stärken aus. Teams können schneller testen, neue Seiten schneller veröffentlichen und das Markenerlebnis über alle Templates hinweg sauber halten. WordPress kann das auch, aber oft nur mit mehr Abstimmung, mehr Theme-Logik und mehr technischen Abhängigkeiten.
Für welches Projekt ist WordPress besser?
WordPress ist besser, wenn euer Projekt stark content-first oder technisch sehr speziell ist. Im DACH-Raum ist TYPO3 als dritte Option relevant - vor allem für größere Unternehmen und öffentliche Institutionen mit strikten Compliance-Anforderungen. Für Marketing-getriebene Business-Sites ist es aber selten die erste Wahl.
Das betrifft große Publisher-Strukturen, komplexe Content-Beziehungen, Multisite-Setups, Community-Funktionen, Memberships und Projekte mit sehr viel individueller Backend-Logik.
Auch bei komplexen Shops bleibt WordPress mit WooCommerce in vielen Fällen flexibler als Webflow. Wer maximale Erweiterbarkeit will und bereit ist, die zusätzliche technische Komplexität zu tragen, bekommt mit WordPress sehr viel Spielraum.
Persönlicher Kontext: 15 Jahre Erfahrung mit beiden Systemen
Ich baue seit rund 15 Jahren Marketing-Websites. Viele Jahre lang habe ich fast ausschließlich mit WordPress gearbeitet, individuelle Themes gebaut und sehr viel manuell im Code gelöst.
Heute setze ich deutlich häufiger auf Webflow. Nicht, weil WordPress "schlecht" geworden ist. Sondern weil sich die Anforderungen verändert haben. Marketing-Teams müssen heute schneller veröffentlichen, Seiten laufend verbessern und Marken konsistent skalieren. Genau dort entsteht in WordPress oft Reibung, wenn Theme, Plugins und Prozesse nicht perfekt zusammenspielen.
Webflow und WordPress folgen zwei verschiedenen Philosophien
Der Vergleich Webflow vs WordPress ist nicht nur ein Feature-Vergleich. Es ist ein Vergleich zwischen zwei Betriebsmodellen.
Webflow ist eine integrierte Plattform. Design, CMS, Hosting, Deployment und große Teile der technischen Basis kommen aus einem System. WordPress ist ein offenes Ökosystem. Es gibt euch mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung. Das ist weder gut noch schlecht. Es ist nur wichtig, die Konsequenzen zu verstehen.
Hinzu kommt: Seit dem öffentlichen Konflikt zwischen Automattic-Gründer Matt Mullenweg und dem Hosting-Anbieter WPEngine im Jahr 2025 stellen viele Unternehmen erstmals die langfristige Stabilität des WordPress-Ökosystems in Frage.
Software und täglicher Workflow
Webflow: Visuelles Coden im Browser
Webflow ist kein klassischer Baukasten. Die Oberfläche ist eher eine visuelle Repräsentation von HTML, CSS und Komponentenlogik. Wenn ihr einen Container verschiebt, Klassen vergebt oder States baut, arbeitet ihr nicht gegen Code, sondern sehr nah daran.
Für Marketing-Websites ist das extrem wertvoll. Ihr baut ein Designsystem direkt in der produktiven Website. Sections, Komponenten, Typografie, Abstände und Zustände sind wiederverwendbar. Das sorgt für Konsistenz, gerade wenn viele Seiten und viele Stakeholder beteiligt sind.
WordPress: Verwaltung und Ausgabe sind oft getrennt
WordPress arbeitet traditionell anders. Inhalte werden im Backend gepflegt, die Ausgabe passiert im Theme, und der genaue Workflow hängt stark von Theme, Plugins und eingesetzten Buildern ab.
Das kann sehr effizient sein, wenn das Setup sauber gebaut ist. In vielen realen Projekten führt diese Trennung aber dazu, dass Marketer zwischen Backend, Vorschau, Theme-Optionen und Plugin-Logik springen. Genau dort verliert das Team Geschwindigkeit.
Plugins und Erweiterungen: der große Unterschied im Alltag
Wenn ihr WordPress bewertet, bewertet ihr fast nie nur WordPress. Ihr bewertet auch das Theme, die Page Builder, das Caching, die Formulare, die SEO-Plugins, die Security-Layer und oft noch einige individuelle Erweiterungen.
Ein typisches WordPress-Setup für eine Marketing-Website braucht schnell mehrere Plugins gleichzeitig: SEO, Caching, Security, Backups, Formulare, Bildoptimierung und manchmal noch Redirect-Management oder ACF. Jedes einzelne Tool kann sinnvoll sein. Zusammen entsteht aber eine Kette von Abhängigkeiten, die gepflegt und getestet werden muss.
Webflow versucht genau diese Kette zu verkürzen. Vieles, was in WordPress über Plugins gelöst wird, ist in Webflow bereits im Kern enthalten. Das reduziert nicht jede Komplexität, aber sehr oft den operativen Overhead.
Design-Kontrolle und Markenkonsistenz
Wenn ihr eine Marke sauber führen wollt, ist Design-Konsistenz kein Nebenthema. Sie wirkt direkt auf Vertrauen, Klarheit und Conversion.
Webflow ist hier oft im Vorteil, weil Komponenten, Klassen und Designsysteme von Anfang an eine zentrale Rolle spielen. Ihr baut wiederverwendbare Bausteine und rollt sie über die gesamte Seite aus. Änderungen werden kontrollierter und systematischer.
WordPress kann ebenfalls sehr starke Markensysteme tragen, vor allem mit einem guten individuellen Theme. In der Praxis landen viele Unternehmen aber bei einer Mischung aus Theme, Builder und Sonderlogik. Genau dann entstehen Brüche in Layout, Abständen und Nutzererlebnis.
Content-Hub und CMS-Struktur
Ein guter Content-Hub ist nicht einfach ein Blog. Er ist oft die Struktur, über die SEO, interne Verlinkung, Demand Gen und Vertriebsunterstützung zusammenlaufen.
Webflow arbeitet mit Collections. Für typische Marketing-Websites ist das sehr effizient. Blogposts, Case Studies, Branchen, Use Cases oder Events lassen sich visuell modellieren und miteinander verknüpfen. Für viele Teams ist das genau die richtige Mischung aus Struktur und Einfachheit.
WordPress arbeitet mit Post Types, Taxonomien und Feldern. Das ist häufig mächtiger, vor allem bei komplexen Beziehungen und sehr großen Content-Architekturen. Der Preis dafür ist meist mehr Setup, mehr technische Verantwortung und mehr Abhängigkeit vom Theme oder zusätzlichen Plugins wie ACF.
Ist Webflow oder WordPress besser für SEO?
Für die meisten Marketing-Websites ist Webflow heute mindestens genauso gut für SEO wie WordPress - oft sogar praktischer im Alltag. Nicht weil Webflow "magisch besser rankt", sondern weil saubere technische Grundlagen und schnellere Publishing-Prozesse einen echten Unterschied machen.
Webflow bringt Metadaten, Weiterleitungen, Sitemaps, Canonicals und Alt-Texte direkt mit - ohne Plugin-Konfiguration, ohne Konflikte. Das macht SEO nicht automatisch erfolgreich. Es reduziert aber Friktion. Teams können Änderungen schneller umsetzen, Seiten schneller live bringen, ohne zuerst drei Plugins zu debuggen.
WordPress bleibt stark, wo Spezialfälle zählen: komplexes Schema, sehr große internationale Setups, Multisite oder spezifische technische Anforderungen. Für eine typische B2B-Website mit Content-Hub ist Webflow aber heute das schnellere und sauberere Arbeitsmodell.
Technisches SEO und Performance
Performance ist kein Bonus mehr - sie ist Teil des Rankings und direkt mit Conversion verknüpft.
Google hat Core Web Vitals als offiziellen Ranking-Faktor bestätigt. In der Praxis funktionieren sie als Tiebreaker: Wer die drei Schwellenwerte (LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 ms, CLS unter 0,1) nicht erfüllt, wird in kompetitiven SERPs benachteiligt - wer sie erfüllt, hat diesen Nachteil nicht. Core Web Vitals und Rankeo kommen in unabhängigen Analysen zum gleichen Bild: CWV ist kein primärer Rankingfaktor, aber ein Qualifizierungskriterium - wer scheitert, verliert Positionen, wer besteht, entfernt das Risiko.
Der Zusammenhang zwischen Ladezeit und Conversion ist gut belegt: In der Studie Milliseconds Make Millions - von Google in Auftrag gegeben, durchgeführt von Deloitte und fifty-five über 30 Millionen User-Sessions - führte eine Verbesserung der mobilen Ladezeit um 0,1 Sekunden zu 8,4 % mehr Retail-Conversions und 10,1 % mehr Travel-Conversions.
Eine peer-reviewed Studie im International Journal for Innovative Research in Technology, die über 10 Milliarden User-Visits ausgewertet hat, bestätigt: schon 100 Millisekunden Verzögerung können die Conversion Rate um bis zu 7 % senken. Performance ist also keine technische Fußnote - sie ist direkt mit Umsatz verknüpft.
Webflow hat hier strukturelle Vorteile: Hosting, CDN und technische Grundlagen sind bereits integriert. Das heißt nicht, dass jede Webflow-Seite automatisch schnell ist - schlechte Assets, unnötige Skripte oder überladene Animationen bremsen jede Plattform. Aber die Basis ist einfacher sauber zu halten als bei einem WordPress-Setup mit vielen Erweiterungen, wo Caching-Plugins, Hosting-Konfiguration und Plugin-Konflikte zusammenspielen müssen.
Webflow vs. WordPress Kosten: Was ist wirklich günstiger?
Für eine typische Marketing-Website mit Content-Hub ist Webflow in den meisten Fällen nicht billiger - aber deutlich kalkulierbarer. Das ist ein unterschätzter Unterschied, der im Alltag mehr zählt als der Listenpreis.
Was WordPress wirklich kostet
WordPress ist als Software kostenlos. Was ihr tatsächlich zahlt, ist eine andere Rechnung. Wer nach "Ist WordPress kostenlos?" sucht, meint meist die realen Betriebskosten - und die summieren sich schnell. Eine professionell betriebene Unternehmenswebsite braucht mindestens: Hosting, ein SEO-Plugin, ein Caching-Plugin, ein Sicherheits-Plugin, Backups und Monitoring. Das sind fünf bis sieben laufende Kostenpositionen, bevor ihr auch nur eine Zeile Content schreibt.
Laut einer 2026-Analyse von WP Umbrella, liegen die realen Wartungskosten für eine WordPress-Site je nach Betreuungsmodell zwischen 40 und 200 € pro Monat - ohne Hosting und Plugin-Lizenzen. Pressless hat 2026 über 80 WordPress-Produkte und Hosting-Angebote ausgewertet: Viele Angebote starten günstig, erneuern sich aber zu deutlich höheren Preisen. Für eine typische 10-seitige B2B-Site mit Blog und Agenturbetreuung sind 1.500 bis 3.000 € laufende Jahreskosten realistisch - Entwicklung nicht eingerechnet.

Was Webflow wirklich kostet
Webflow hat eine laufende Plattformgebühr - und das ist der Punkt: Hosting, CDN, SSL, Security und CMS sind inklusive, ohne separate Posten. Wartungsverträge, Plugin-Lizenzen und Hosting-Rechnungen entfallen. Entwicklerzeit fällt trotzdem an - für Anpassungen, neue Sections oder Integrationen - aber nicht für die Plattformpflege selbst.
Seit der Plan-Umstrukturierung im Mai 2026 gibt es einen einzigen Standard-Plan (Premium) - CMS- und Business-Plan wurden zusammengeführt. Für die meisten Business-Sites liegt das bei rund 23 € / Monat jährlich, inklusive 20.000 CMS-Einträge. Webflow rechnet in USD - die Euro-Beträge hier basieren auf dem aktuellen Kurs und können leicht abweichen.
Eine Analyse von Karpi Studio auf Basis von über 200 Webflow-Projekten zeigt: Eine typische 40-seitige B2B-Marketing-Site mit Blog läuft nach dem Build für rund 1.350 € / Jahr - Hosting, CMS und Team-Zugang inklusive. Insemantic hat die Drei-Jahres-Kosten einer Webflow-Site im Detail aufgeschlüsselt und kommt zum gleichen Bild: Die laufenden Kosten sind planbar und ändern sich kaum, solange keine größeren Add-ons hinzukommen.
Teurer wird Webflow bei spezifischen Anforderungen: der Team-Plan für größere Marketing-Teams, Mitgliederbereiche über Drittanbieter wie Memberstack oder Outseta und komplexere Shop-Setups. Für eine Standard-Business-Site mit Content-Hub bleibt die Kostenstruktur aber klar und planbar.
Quellen: WP Umbrella, Pressless, Karpi Studio, Insemantic, Tech Insider, Webflow Pricing (2026)
Wann WordPress trotzdem günstiger ist
Wer intern stark technisch aufgestellt ist, ein schlankes WordPress-Setup selbst pflegt und die Wartung in Eigenleistung erbringt, kann die Betriebskosten deutlich drücken. Der Einstieg ist günstiger, und wer weiß, was er tut, zahlt weniger.
Das funktioniert in Business-Setups aber selten langfristig: Sobald das Marketing-Team die Website täglich für Kampagnen, Landing Pages und Content nutzt und externe Betreuung ins Spiel kommt, dreht sich die Rechnung. Nicht weil WordPress teurer gebaut ist - sondern weil die versteckten Kosten im Betrieb oft unterschätzt werden.
Datenschutz und DSGVO: Was ist im DACH-Raum wichtig?
Die direkte Antwort: Weder Webflow noch WordPress sind automatisch DSGVO-konform. Das ist keine Plattform-Frage, das ist eine Setup-Frage. Ob Hosting, Formulare, Analyse-Tools, Cookie Consent oder eingebettete Drittanbieter-Skripte - alles hängt davon ab, wie ihr das konkret umsetzt.
Der Unterschied liegt im Risikoprofil. Webflow hat eine klarere Plattform-Architektur, weniger Plugin-Abhängigkeiten und damit strukturell weniger unkontrollierte Drittanbieter-Prozesse. WordPress ist flexibler - aber Datenschutz hängt dort stärker vom individuellen Setup ab: Hoster, Plugins, Consent-Layer, Formulare und Update-Stand spielen alle mit hinein.
Mehr Kontrolle bedeutet hier auch mehr Verantwortung.
Was konkret verlangt wird, definiert die Orientierungshilfe Telemedien der Datenschutzkonferenz (DSK) - das offizielle Dokument der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden für Website-Betreiber, zuletzt aktualisiert im Dezember 2025. Sie regelt unter anderem, wann Cookie Consent Pflicht ist, wie Tracking-Dienste eingebunden werden dürfen und was bei eingebetteten Drittanbieter-Inhalten zu beachten ist.
Für DACH-Unternehmen ist die entscheidende Frage deshalb nicht nur, welches System mehr Features hat - sondern mit welchem sich Datenschutz sauberer steuern, dokumentieren und dauerhaft pflegen lässt.
Sicherheit, Wartung und operatives Risiko
Das ist der Bereich, in dem der Unterschied zwischen beiden Plattformen im Alltag oft am stärksten spürbar wird.
Webflow nimmt euch viele operative Aufgaben ab. Hosting, SSL, Backups und große Teile der Sicherheitsbasis liegen auf Plattformseite. Das reduziert die Zahl der Dinge, die im laufenden Betrieb kaputtgehen können.
WordPress ist nicht unsicher. Aber WordPress verlangt mehr Pflege. Core, Plugins, Theme, PHP-Version, Backups, Monitoring und Konflikte zwischen Erweiterungen müssen aktiv betreut werden. Wenn das sauber gemacht wird, ist WordPress stabil. Wenn es vernachlässigt wird, steigt das Risiko schnell.
Was sind die Vorteile von Webflow gegenüber WordPress?
Die wichtigsten Vorteile von Webflow gegenüber WordPress liegen in Geschwindigkeit, Konsistenz und geringerem Betriebsaufwand.
Konkret heißt das:
- Weniger technische Abhängigkeiten im Alltag
- Schnellere Umsetzung von Landingpages und Content-Updates
- Sauberere Designsysteme und Komponentenlogik
- Klareres Hosting- und Sicherheitsmodell
- Bessere Arbeitsbedingungen für Teams, die Marketing und Design eng verzahnen wollen
Das bedeutet nicht, dass WordPress schlechter ist. Es bedeutet nur, dass Webflow für viele moderne Business-Websites besser zum tatsächlichen Arbeitsalltag passt.
Webflow Nachteile: Wo liegen die Grenzen?
Webflow ist nicht für jedes Projekt die richtige Wahl. Die wichtigsten Grenzen sind:
- Es gibt harte Limits bei CMS-Items und Plattformgrenzen, die für sehr große Datenmodelle relevant werden können.
- Ihr bindet euch stärker an das Hosting- und Plattformmodell von Webflow.
- E-Commerce ist solide, aber für komplexe Shops meist nicht die stärkste Option.
- Der Designer ist mächtig, aber nicht trivial. Teams ohne strukturelles Verständnis für Layout, Klassen und Komponenten brauchen Einarbeitung.
- Sehr spezielle Backend-Prozesse oder individuelle Anwendungen lassen sich in WordPress oft freier modellieren.
Mehrsprachige Websites (z.B. DE/AT/CH) erfordern entweder Webflow Localization - was zusätzliche Kosten bedeutet - oder Drittanbieter wie Weglot oder Linguana. Wer ein komplexes Sprachsetup plant, sollte das im Budget einkalkulieren.
Ein weiterer Punkt, den viele übersehen: CMS-Inhalte lassen sich in Webflow nicht direkt exportieren - nur der Code. Wer die Plattform irgendwann wechselt, muss Inhalte manuell oder via API migrieren. Das ist lösbar, aber kein Selbstläufer.
Wenn euer Projekt also weniger eine Marketing-Website und mehr eine stark individualisierte Plattform ist, kann WordPress oder ein anderes Setup sinnvoller sein.

Migration: Wann lohnt sich der Wechsel von WordPress zu Webflow?
Ein Wechsel von WordPress zu Webflow lohnt sich oft dann, wenn eure Website im Alltag bremst. Typische Signale sind langsame Veröffentlichungsprozesse, ein unübersichtlicher Plugin-Stack, inkonsistentes Design oder die ständige Abhängigkeit von Entwickler-Support für kleine Änderungen.
Wichtig ist nur: Eine Migration sollte nicht als reines Designprojekt verstanden werden. Sie ist immer auch ein SEO-, Inhalts- und Strukturprojekt. Redirects, URL-Mapping, Content-Migration, interne Verlinkung und Training gehören von Anfang an dazu.
Wann gewinnt welches System?
Wenn ihr eine moderne Marketing-Website mit Content-Hub, hoher Designqualität und schnellem Marketing-Zyklus aufbauen wollt, gewinnt Webflow in den meisten Fällen. Wenn ihr dagegen riesige Content-Mengen, komplexe Backend-Prozesse, Memberships oder WooCommerce-zentrierte Anforderungen habt, gewinnt WordPress.
Die bessere Frage ist deshalb nicht "Welches CMS ist objektiv besser?" – die bessere Frage ist: "Welches System passt besser zu eurem Team, eurer Wachstumslogik und eurem operativen Alltag?"
Für Teams, die sich konkret mit dem Wechsel beschäftigen: Eine Migration ist kein reines Designprojekt. Redirects, URL-Mapping, CMS-Struktur, interne Verlinkung und Content-Parity müssen von Anfang an mitgeplant werden – sonst riskiert ihr Rankings, die ihr vorher hart aufgebaut habt. Was dabei konkret zu tun ist, haben wir in der WordPress zu Webflow Migrations Checkliste zusammengefasst.
Wenn ihr nicht sicher seid, welches System zu eurem Projekt passt – oder ob ein Wechsel sich lohnt – können wir das gemeinsam einschätzen.
FAQs
Für Marketing-Websites mit Content-Hub ist Webflow in den meisten Fällen die bessere Wahl - weniger Wartungsaufwand, schnellere Publishing-Prozesse und sauberere Designsysteme. WordPress ist besser, wenn Inhalte sehr groß oder technisch sehr speziell werden.
Ja. Webflow bringt Metadaten, Weiterleitungen, Sitemaps und Canonicals nativ mit - ohne Plugin-Konfiguration. Für die meisten B2B-Websites ist das heute gleichwertig zu einem sauberen WordPress-SEO-Setup, oft sogar schneller im Alltag.
Webflow kostet ab rund 23 € pro Monat - Hosting, CMS und SSL inklusive. WordPress ist als Software kostenlos, summiert aber Hosting, Plugins und Wartung: Für eine typische B2B-Site mit Agenturbetreuung sind 1.500 bis 3.000 € pro Jahr realistisch.
Weder Webflow noch WordPress sind automatisch DSGVO-konform - das hängt vom konkreten Setup ab: Hosting-Standort, Consent-Layer, Formulare und eingebettete Drittanbieter-Skripte müssen in beiden Systemen aktiv konfiguriert werden.
Ein Wechsel lohnt sich, wenn die Website im Alltag bremst - langsame Veröffentlichungsprozesse, ein unübersichtlicher Plugin-Stack oder ständige Entwickler-Abhängigkeit für kleine Änderungen sind typische Signale. Wichtig: Eine Migration ist immer auch ein SEO-Projekt.





