Marketing
Webflow vs WordPress: Der ultimative Vergleich für Marketing-Websites (2026)


Webflow und WordPress sind die beiden dominanten Plattformen, mit denen Unternehmen heute professionelle Websites erstellen und skalieren. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, verfolgen aber radikal unterschiedliche Philosophien. Genau deshalb ist der Vergleich Webflow vs WordPress für Marketing-Verantwortliche, Gründer und CMOs so spannend.
Bei klassischen Business-Websites ist die Ausgangslage heute anders als noch vor fünf Jahren. Die Site ist kein statisches digitales Schaufenster mehr. Sie ist ein aktiver Wachstumshebel. Sie soll Leads generieren, komplexe Produkte erklären, Vertrauen aufbauen und Kampagnen tragen.
Dafür muss sie laufend angepasst werden. Wenn ein Content Management System (CMS) dich dabei ausbremst, verliert dein ganzes Marketing an Geschwindigkeit.
Darum steckt hinter der Frage Webflow vs WordPress weit mehr als nur technische Neugier. Es ist eine fundamentale Business-Entscheidung. Du willst wissen, welches CMS im Agentur- oder Inhouse-Alltag schneller ist. Welches System bleibt stabil, wenn neue Anforderungen reinkommen?
Und welches Website Projekt zwingt dich nicht permanent in nervige Wartungsthemen? Für Business-Sites mit angeschlossenem Content-Hub ist dieser Punkt besonders wichtig, weil hier viele Seitentypen zusammenlaufen.
Warum der Vergleich Webflow vs WordPress gerade jetzt relevant ist
Die typische Ausgangslage: Ein Relaunch, weil das Team schneller arbeiten muss
In der Praxis beginnt die Diskussion oft mit einem Schmerzpunkt. Die bestehende Website ist über Jahre organisch gewachsen. Seiten wurden ergänzt, Inhalte umgebaut, neue Produktlinien kamen dazu. Irgendwann wirkt die Struktur nicht mehr stimmig. Texte sind im Backend schwer zu pflegen, Seiten sehen nicht mehr konsistent aus, und jede kleine Änderung am Design fühlt sich zäh an.
Dann kommt der Moment für ein neues Website Projekt. Eine neue Positionierung, ein neues Pricing-Modell oder ein größeres Feature-Update stehen an. Plötzlich muss das Marketing-Team schneller liefern können. Ihr braucht neue Solution-Pages, Landingpages für Kampagnen und frische Case Stories. Das ist kein Einmal-Projekt, das man "abhakt", sondern ein fortlaufender Prozess.
Hier entscheidet das CMS darüber, ob du handlungsfähig bist. Mit WordPress ist Geschwindigkeit möglich. Aber oft nur, wenn Setup, Theme und diverse Erweiterungen absolut sauber miteinander spielen. Sonst entsteht bei WordPress schnell eine Warteschlange Richtung IT-Abteilung.
Ein moderner Website Builder wie Webflow ist dagegen so gebaut, dass Marketing- und Design-Leute tägliche Änderungen direkt umsetzen können, ohne jedes Mal auf Entwickler angewiesen zu sein. Genau in dieser Alltagssituation fällt die Wahl zwischen WordPress vs Webflow.
Was mit „Business-Website plus Content Hub“ gemeint ist

Um den Vergleich fair zu gestalten, müssen wir definieren, worüber wir reden. Wir reden hier nicht über private Blogs und auch nicht über E-Commerce-Giganten. Wir reden über die typische Business-Website.
Diese besteht aus den klassischen Unternehmensseiten: Startseite, Produktseiten, Preise, Kontakt. Diese Seiten sind strukturell stabil, aber inhaltlich ständig in Bewegung. Messaging, Visuals und Claims werden laufend optimiert.
Dazu kommt heute fast immer ein Content-Hub. Blog, Use Cases, Case Stories, Ressourcen oder Events. Der Hub liefert SEO-Traffic, stützt Vertriebsgespräche und gibt Kampagnen Futter. Das Entscheidende ist die Verzahnung.
Ein Blogpost muss auf Produktseiten einzahlen. Eine Case Story taucht idealerweise gefiltert auf mehreren Solution-Seiten auf. Dein Content Management System muss beides können: Statische Seiten mit hohem Gestaltungsanspruch (Visuelles Design) und ein CMS, das Daten sauber modelliert. Genau hier wird Webflow vs WordPress praktisch relevant.
Persönlicher Kontext: 15 Jahre Erfahrung, erst WordPress, heute Webflow
Ich baue Business-Websites seit rund 15 Jahren. Viele Jahre habe ich das ausschließlich mit WordPress gemacht. Ich habe Custom Themes entwickelt und viel Handarbeit in den Code gesteckt.
Heute setze ich für Business-Sites fast ausschließlich Webflow ein (hier geht es zu meiner Webflow Agentur). Nicht, weil WordPress plötzlich „falsch“ wäre. Sondern weil sich die Anforderungen von Marketing-Websites massiv verändert haben. Die Geschwindigkeit, mit der Teams heute agieren müssen, verträgt sich oft nicht mehr mit den Wartungszyklen und der Abhängigkeit von Plugins bei WordPress. Der Vergleich Webflow vs WordPress fällt in vielen B2B-Szenarien inzwischen klar zugunsten der integrierten Plattform aus.
Webflow vs WordPress: Wer gewinnt in welchem Szenario?
Beide CMS haben ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen. Es gibt keinen pauschalen Gewinner, nur das passende Werkzeug für dein spezifisches Website Projekt.
Wenn du eine klassische Business-Website mit Content-Hub betreibst, gewinnt in den meisten Fällen Webflow. Der Builder ist im Alltag schnell, hält die Gestaltung konsistent und reduziert im Gegensatz zu WordPress den Wartungsaufwand auf ein Minimum.
Das ist ideal, wenn dein Marketing-Team kontinuierlich Seiten optimiert oder Kampagnen ausrollt und dabei unabhängig bleiben will.

WordPress ist hingegen klar im Vorteil, wenn dein Projekt extrem stark "Content-first" ist oder extrem groß wird. Wir sprechen hier von riesigen Archiven, komplexen Taxonomien oder Community-Plattformen mit User-Logins. Auch wenn ein komplexer Online-Shop der Kern der Seite ist, ist WordPress oft die flexiblere Wahl. Für solche Projekte ist der riesige Kosmos an Plugins ein echter Trumpf, den Webflow so nicht bieten kann.
Die Stärken der zwei Systeme im direkten Vergleich
WordPress: Die Macht des Ökosystems
WordPress ist ein Open-Source CMS. Das bedeutet: Der Kern-Code der Software gehört niemandem. Du hostest es selbst oder über einen Provider. Das System punktet mit maximaler Erweiterbarkeit.
- Open-Source CMS mit riesigem weltweiten Ökosystem.
- Extrem flexibel durch tausende kostenlose und kostenpflichtige Plugins.
- Ideal für sehr große Content-Hubs, komplexe Strukturen oder Mitglieder-Bereiche.
- Hosting, Security und Updates liegen in deiner Verantwortung (oder bei deiner Agentur).
- Kann sehr schnell sein, braucht dafür aber ein sauberes technisches Setup und viel Disziplin bei der Wartung.
Webflow: Die Kraft der Integration
Webflow bietet hohe Geschwindigkeit im Alltag, starke Layout-Kontrolle und sehr wenig Betriebs-Overhead.
- Visueller Website Builder mit integriertem CMS und Hosting (SaaS).
- Design- und Component-first Ansatz. Sehr hohe Layout-Kontrolle ohne die Einschränkungen starrer Themes.
- Ideal für Business-Websites, Landingpages und agile Marketing-Teams.
- Managed Security, automatische Backups und Updates. Sehr wenig Wartungsaufwand.
- Sauberer Code-Output (HTML, CSS, JS). Gute Performance und Core Web Vitals sind oft leichter erreichbar.

Software und User Interface: Wie arbeitet man wirklich damit?
Einer der größten Unterschiede im Webflow vs WordPress Duell ist das tägliche Arbeitsgefühl. Wie fühlt sich die Software an, wenn man acht Stunden am Tag darin verbringt?
Webflow: Visuelles Coding im Browser
Webflow ist ein visueller Website Builder. Das bedeutet aber nicht, dass es ein simpler "Baukasten" ist. Das UI (der "Designer") ist eine visuelle Repräsentation von Code. Wenn du links einen Container ziehst und rechts den Abstand auf 20px stellst, schreibt Webflow im Hintergrund sauberes CSS. Du siehst sofort, was passiert.
Das System denkt stark in Komponenten, Klassen und Wiederverwendung. Für Business-Sites heißt das: Du baust ein Design-System (Styleguide) direkt in der Website und rollst es modular aus. Das Interface erinnert an professionelle Design-Tools wie Figma. Designer fühlen sich hier sofort zu Hause, weil sie volle Kontrolle haben.
WordPress: Trennung von Backend und Frontend
WordPress trennt traditionell strikt zwischen Verwaltung (Dashboard) und Ansicht (Website). Du gibst Inhalte in Formulare ein, klickst auf "Vorschau" und hoffst, dass es gut aussieht. Mit diversen Page Buildern wie Elementor oder Divi (Drittanbieter-Erweiterungen für WordPress) hat sich das angenähert, aber die Logik bleibt oft getrennt.
Das User Interface von WordPress wirkt auf den ersten Blick oft einfacher, weil es weniger Knöpfe hat. Aber sobald man komplexe Layouts bauen will, muss man in WordPress oft zwischen verschiedenen Ansichten, Theme-Optionen und Einstellungen von Plugins hin- und herspringen. Das kann den Workflow verlangsamen.


Felix Brodbeck
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Das große Thema: Plugins und Erweiterungen
Hier liegt der vielleicht wichtigste Unterschied für dein Website Projekt. WordPress lebt von Plugins. Webflow versucht, sie überflüssig zu machen. Surfer SEO zeigt, dass das Thema Plugins zentral für den Vergleich ist – und das zu Recht.
Der "Plugin-Zoo" bei WordPress

Um eine moderne Business-Website in WordPress zu betreiben, brauchst du fast zwingend einen ganzen Stapel an Erweiterungen.
Ein typischer Plugin-Stack sieht so aus:
- SEO (z.B. Yoast oder RankMath), um Meta-Daten zu pflegen.
- Caching (z.B. WP Rocket), damit die Seite schnell lädt.
- Security (z.B. Wordfence), um Hacker abzuwehren.
- Bild-Optimierung (z.B. Smush), um Ladezeiten zu drücken.
- Formulare (z.B. Gravity Forms).
- Backups (z.B. UpdraftPlus).
- Und oft noch einen Page Builder (Elementor, Divi), der wiederum eigene Add-ons mitbringt.
Das Problem: Jede dieser Erweiterungen wird von einem anderen Entwickler geschrieben. Jedes bringt eigenen Code mit, eigenes JavaScript, eigenes CSS. Das bläht die Seite auf. Und schlimmer: Wenn Erweiterung A ein Update macht, kann es sein, dass Erweiterung B nicht mehr funktioniert. Du musst also ständig testen und pflegen.
Der "All-in-One"-Ansatz von Webflow
Webflow geht einen anderen Weg. Die meisten Funktionen, für die du in WordPress Plugins brauchst, sind hier Teil der Kern-Software.
- SEO: Meta-Tags, Open Graph, 301-Redirects und Sitemaps sind nativ im UI integriert. Keine Erweiterung nötig.
- Sicherheit: SSL, DDoS-Schutz und Backups sind inklusive. Kein Wordfence nötig.
- Performance: Das Hosting läuft über AWS, inklusive CDN (Content Delivery Network). Kein Caching-Plugin nötig.
- Design: Animationen, Webflow Slider, Tabs und Lightboxen sind native Elemente. Keine Design-Add-ons nötig.
Das bedeutet für dein Website Projekt: Du hast drastisch weniger Abhängigkeiten. Deine Website besteht aus sauberem HTML und CSS, nicht aus einem wackeligen Turm von Drittanbieter-Code. Das macht die Seite stabiler und sicherer.
Rollenverteilung im Team: Wer macht was?
Ein CMS ist immer nur so gut wie das Team, das es bedient. Wie verändert sich die Arbeit bei Webflow vs WordPress?

Das Marketing-Team
Im Marketing willst du Autonomie. In Webflow kannst du Landingpages bauen, Texte ändern und sogar neue Sektionen aus bestehenden Komponenten zusammenstellen, ohne einen Entwickler zu rufen.
Das "Editor"-Interface von Webflow erlaubt es Textern, direkt auf der Live-Seite zu schreiben, ohne das Layout zerschießen zu können.
In WordPress hängt diese Freiheit stark davon ab, wie gut das WordPress-Theme und die Plugins konfiguriert sind. Oft trauen sich Marketer in WordPress nicht an Layouts heran, aus Angst, etwas kaputt zu machen.
Das Design-Team
Designer lieben Webflow. Sie können ihre Vision pixelgenau umsetzen. Es gibt keine "Theme-Grenzen". Wenn der Designer eine Animation will, baut er sie im Interaction-Panel. In der WordPress-Welt müssen Designer ihre Layouts oft an Entwickler übergeben, die das dann im Theme in WordPress nachbauen. Dabei geht oft die Feinheit des Designs verloren.
Die Entwickler / IT
Entwickler sind bei WordPress oft mit Wartung beschäftigt: Updates einspielen, Konflikte zwischen Plugins lösen, PHP-Versionen aktualisieren. Bei Webflow verschiebt sich die Rolle des Entwicklers. Er muss keine Server warten. Stattdessen kann er sich auf coolen Custom Code (JavaScript) konzentrieren, um spezielle Rechner, Filter oder Schnittstellen zu bauen.
Design und Marken-Konsistenz
Bei Business-Websites ist Gestaltung ein massives Vertrauenssignal. Wenn die Seite inkonsistent wirkt, leiden die Conversions. Deshalb ist dieser Abschnitt im Webflow vs WordPress Vergleich so wichtig.
Webflow: Design-System und Komponenten

Hier baust du dein Design-System direkt auf der Website. Typo-Skalen, Spacing-Regeln, Color-Tokens, Komponenten und States. Du bist nicht wie bei WordPress an Theme-Grenzen gebunden. Wenn du eine neue Sektion brauchst, baust du sie genau so, wie sie zur Marke passt.
Webflow zwingt dich fast automatisch zu modularen Bausteinen. Du baust eine Sektion, speicherst sie als Symbol (Component), und verwendest sie überall. Änderst du den Baustein, ziehen die Änderungen durch alle Seiten.
WordPress: Themes und Page-Builder

WordPress wird heute meistens in Kombination mit Page Buildern verwendet. Mit einem sehr guten Custom Theme ist WordPress extrem stark. Der Haken ist nur: Viele Firmen nutzen fertige Themes plus Builder plus Dutzende Plugins. Das funktioniert am Anfang gut, aber es erzeugt über die Zeit technischen Ballast ("Technical Debt").
Jeder Sonderfall bekommt ein Extra-Plugin. Jedes Plugin bringt neue Settings und neue Abhängigkeiten. Damit steigen Wartungs- und Sicherheitskosten. In großen Projekten ist das oft der Grund für spätere Schmerzen: Niemand traut sich mehr, Plugins zu löschen, weil die Abhängigkeiten unklar sind.
Content Hubs und CMS-Strukturen
Der Content-Hub ist meist der SEO-Motor einer Website. Er muss also reibungslos funktionieren.

Content-Typen sauber abbilden
Webflow arbeitet mit CMS Collections. Blogposts sind eine Collection, Case Studies eine andere. Du verknüpfst diese Datenbanken visuell. Das ist ideal für typische Business-Hubs. Du kannst bestimmen: "Zeige auf der Produktseite 'Finance' nur die drei neuesten Blogposts aus der Kategorie 'Finance' an". Solche Logiken sind in Webflow in Minuten geklickt.
In diesem Beitrag findest du mehr Details zum Webflow CMS.
WordPress nutzt "Post Types" und Taxonomien. Das ist im Kern noch mächtiger, besonders wenn du komplexe Filter, verschachtelte Archive oder viele Content-Beziehungen brauchst. Für große Publisher-Setups ist das unschlagbar. Um diese Power nutzbar zu machen, brauchst du in WordPress aber oft wieder spezialisierte Plugins wie "Advanced Custom Fields" (ACF) und musst am Theme-Code arbeiten.
SEO und Performance: Ein technischer Blick
SEO ist keine einzelne Funktion, sondern ein Zusammenspiel aus Technik, Content und Prozess. Ist Webflow gut für SEO? Absolut. Viele SEO-Experten bevorzugen es mittlerweile sogar gegenüber aufgeblähten WordPress-Installationen.
Technisches SEO: Code und Core Web Vitals
Webflow erzeugt schlanken Code ohne Theme-Bloat. Die Plattform liefert über ein globales CDN aus und übernimmt Bild-Optimierung automatisch. Damit sind gute Core Web Vitals (Ladezeit, Stabilität) oft leichter erreichbar als mit WordPress, wo man oft gegen langsam ladende Erweiterungen kämpfen muss.
SEO-Workflows im Alltag
Wenn das Marketing schnell optimieren will, ist Webflow gegenüber WordPress meist im Vorteil. Du kannst URL-Strukturen, Meta-Daten und Redirects direkt im System steuern, ohne ein Plugin wie Yoast installieren zu müssen.
Webflow hat 2025 zudem AI-gestützte SEO-Funktionen eingeführt. Im Audit-Panel bekommst du Hinweise zu fehlenden Alt-Texten oder falscher Überschriften-Struktur. Das beschleunigt die Qualitätssicherung.
WordPress ist flexibler bei "Spezial-SEO". Komplexe Schema-Logik oder Multisite-Internationalisierung sind dort durch Erweiterungen oder Code manchmal leichter erreichbar.
Sicherheit, Wartung und Risikoprofil
Hier sehe ich im Business-Kontext den größten Abstand und einen Hauptpunkt im Webflow vs WordPress Vergleich.
Webflow übernimmt Hosting, SSL, CDN und Updates automatisch als SaaS-Anbieter. Es gibt keine Plugin-Kette, die du nach jedem Update testen musst. Das reduziert das Risiko eines Ausfalls dramatisch.
WordPress ist sicher – aber nur, wenn es gut gepflegt wird. Du musst aktiv pflegen. Core-Updates, Theme-Updates, Plugin-Updates, PHP-Updates, Backups und Monitoring gehören zum Pflichtprogramm.
Wenn du das konsequent machst, ist WordPress kein Sicherheitsproblem. Wenn du es schleifen lässt, wird es schnell zum Einfallstor für Malware. Ein Update, das ein Kontaktformular kaputtmacht, ist kein Technik-Problem, sondern ein Umsatzproblem.
Ablauf eines Wechsels: Dein nächstes Website Projekt
Viele Unternehmen stehen vor der Frage: "Soll ich von WordPress zu Webflow wechseln?" Ein Wechsel ist heute Standard und gut planbar. Ein typisches Website Projekt zur Migration läuft in folgenden Phasen ab:
Phase 1: Audit und Aufräumen
Zuerst schaut man sich die alte Site an. Welche Inhalte und Erweiterungen werden wirklich genutzt? Oft stellt man fest, dass man 30 Plugins installiert hat, aber nur 5 Funktionen wirklich braucht. Der Rest kann weg.
Phase 2: Visuelle Entwicklung
Das neue Design wird im Webflow Designer umgesetzt. Anders als bei WordPress muss man hier nicht erst ein statisches Mockup in PHP-Theme-Dateien übersetzen. Der Designer baut direkt das, was später live geht. Das beschleunigt die Feedback-Schleifen im Team enorm.
Phase 3: Content Migration und Redirects
Inhalte können via CSV von WordPress exportiert und in Webflow importiert werden. Das Mapping der Felder ist einfach. Der wichtigste Schritt hier sind die 301-Redirects. Da sich URL-Strukturen ändern könnten, muss sichergestellt werden, dass alte Google-Rankings auf die neuen Seiten weitergeleitet werden. Webflow hat hierfür ein natives Redirect-Management.
Phase 4: Schulung und Go-Live
Das Marketing-Team wird auf das neue UI (den Webflow Editor) geschult. Meist dauert das nur 30 bis 60 Minuten, da das System sehr intuitiv ist ("What you see is what you get"). Danach wird die Domain auf die Webflow-Server geschaltet.
Kosten und Total Cost of Ownership

Kosten sind selten nur Lizenzkosten. Es geht um den Gesamtaufwand über die Jahre.
Webflow kostet eine monatliche oder jährliche Gebühr. Hosting, CMS-Funktionen und Nutzer-Lizenzen sind klar bepreist. Es wirkt auf den ersten Blick teurer als "kostenloses" WordPress. Aber dafür ist vieles inklusive, was du bei WordPress extern einkaufen oder durch Arbeitszeit bezahlen musst.
WordPress an sich ist gratis. Aber Hosting, Premium-Themes, Lizenzen für Premium-Plugins (viele kosten 50-200€ pro Jahr) und vor allem die Wartung kosten Geld. Wenn du die Arbeitsstunden einrechnest, die dein Team oder deine Agentur mit Updates, Backups und Fehlerbehebung verbringt, ist WordPress oft teurer als die Webflow-Lizenz.
Bei typischen Business-Größen ist Webflow oft effizienter, weil "Systempflege" schon eingepreist ist. WordPress kann günstiger sein, wenn du ein sehr schlankes Setup hast, auf kostenlose Plugins setzt und Wartung intern "nebenbei" machst – was aber risikoreich ist.
Nachteile von Webflow: Wo drückt der Schuh?
Um ehrlich zu bleiben: Webflow ist nicht für jeden das Richtige. Wo liegen die Nachteile im Vergleich zu WordPress?
- Lernkurve: Das User Interface ist komplexer als ein Baukasten. Coding-Kenntnisse sind bei der Verwendung vom Webflow Designer stark von Vorteil.
- Limits: Webflow hat Hard-Limits bei der Anzahl der CMS-Items (aktuell je nach Plan bis zu 20.000). Für riesige Datenbanken ist das zu wenig.
- Vendor Lock-in: Du kannst deine Website zwar exportieren, aber das CMS und die Webflow-Formulare funktionieren nur auf Webflow-Hosting. Du bindest dich an den Anbieter.
- E-Commerce: Webflow E-Commerce ist solide für kleine Shops, aber nicht vergleichbar mit der Power von WooCommerce (WordPress Plugin) oder Shopify.

Fazit: Webflow vs WordPress für Marketing-Organisationen
Die Entscheidung Webflow vs WordPress ist keine Glaubensfrage, sondern eine Business-Entscheidung.
Für die typische B2B-Marketing-Website mit Content-Hub sehe ich Webflow heute vorne. Der Builder ermöglicht schnelle Änderungen, hält die Marke sauber und reduziert Betriebs-Overhead drastisch. Genau dort verlieren viele Firmen in WordPress-Setups wertvolle Zeit.
WordPress bleibt ein hervorragendes Content Management System für sehr große Content-Projekte, komplexe Mitglieder-Portale oder Shops, die maximale Flexibilität im Backend brauchen. Es ist der Generalist mit dem riesigen Ökosystem an Plugins. Deshalb ist Webflow vs WordPress kein Glaubenskrieg. Es ist eine Frage der realen Anforderungen deines Website-Projekts.
Häufige Fragen zu Webflow vs WordPress
Ist Webflow besser als WordPress für SEO?

Für typische Business-SEO ist Webflow mindestens gleichwertig, oft sogar besser durch die saubere technische Basis. Sauberer Code, schnelle Ladezeiten durch AWS-Hosting und native SEO-Tools helfen beim Ranking. WordPress hat nur dann Vorteile, wenn du sehr große Hubs oder extrem spezielle SEO-Logiken brauchst, die spezielle Plugins erfordern.
Kann ich mit Webflow einen echten Blog bauen?
Ja, absolut. Für Business-Hubs ist das CMS absolut ausreichend. Du kannst Kategorien, Autoren, Tags und Templates sauber modellieren. Die Limitierungen greifen erst bei extrem großen Publisher-Seiten.
Sollte ich von WordPress zu Webflow wechseln?
Wenn dein Team genervt von Updates, langsamen Ladezeiten oder der Abhängigkeit von Entwicklern ist: Ja. Ein Wechsel macht das Marketing agiler. Wenn du aber tief in speziellen WordPress-Plugins steckst (z.B. ein komplexes Buchungstool, das es nur für WP gibt), ist ein Wechsel vielleicht zu aufwendig.
Was ist auf 3 bis 5 Jahre gesehen günstiger?
Webflow ist planbar und spart massive Wartungszeit. WordPress wirkt anfangs günstiger, aber die versteckten Kosten für Premium-Plugins, Hosting und Wartung summieren sich. Für die meisten Agenturen und KMUs ist Webflow über die Laufzeit gerechnet effizienter.
Welche Plattform ist sicherer?
Webflow ist im Alltag sicherer, weil es ein geschlossenes System ist und Updates zentral gemanagt werden. WordPress ist sicher, wenn du es aktiv updatest und absicherst – aber genau das wird in der Praxis oft vergessen.

