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TYPO3 zu Webflow: Was umzieht, was nicht und wie lange es dauert

03.11.2026•
99Min. Lesezeit

Lasse KI diesen Artikel zusammenfassen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Unternehmen verlassen TYPO3, weil jedes größere Upgrade Extension-Arbeit, Entwicklerzeit und oft einen Content-Freeze bedeutet, während das Marketing-Team wartet.
  • Der kostenlose Community-Support für TYPO3 v12 endete am 30. April 2026. Viele Firmenwebsites stehen deshalb vor einem Upgrade, kostenpflichtigem Extended Support oder einem Umzug.
  • Seiten, News, Sprachen und Formulare ziehen zu Webflow um, als Seiten, CMS Collections, lokalisierte Versionen und integrierte Formulare.
  • TYPO3-Extensions ziehen nicht mit um. Jede wird zu einer Webflow-Funktion, einer Integration oder einem Grund, einen Teil der Website woanders zu belassen.
  • Eine typische TYPO3-Firmenwebsite zieht in 6 bis 8 Wochen um, eine große oder mehrsprachige in 12 bis 16.
  • Rankings bleiben erhalten, wenn jede alte TYPO3-URL, auch Sprachversionen und PDFs aus fileadmin, auf ihre neue Seite weiterleitet.

Warum wechseln Unternehmen von TYPO3 zu Webflow?

Weil es zu einem eigenen Projekt geworden ist, TYPO3 aktuell zu halten. Jede Hauptversion braucht einen Entwickler, einen Extension-Check und oft einen Content-Freeze, und das Marketing-Team kann dazwischen wenig ändern.

Auf welcher TYPO3-Version läuft eure Website?

Fragt euren TYPO3-Entwickler oder eure Agentur nach der genauen Version. Ohne Backend-Zugang können öffentliche Versions-Checker die Hauptversion oft anhand eurer URL erkennen. Vergleicht sie dann mit dem Support-Status:

  • TYPO3 13 oder 14: unterstützt. Version 13 bekommt Sicherheitsupdates bis Ende 2027, Version 14 bis Juni 2029.
  • TYPO3 12: Der kostenlose Support endete am 30. April 2026. Sicherheitsupdates gibt es jetzt nur noch über kostenpflichtigen Extended Support (ELTS) der TYPO3 GmbH.
  • TYPO3 11 oder älter: Der kostenlose Support endete 2024 oder früher. Ohne kostenpflichtigen Extended Support bekommt die Website keine Sicherheitsupdates.

Wenn eure Website auf Version 12 oder älter läuft, steht als Nächstes ein Upgrade, kostenpflichtiger Support oder ein Umzug an. Das ist der Moment, alle drei zu vergleichen.

Extensions machen jedes Upgrade schwieriger. Das TYPO3-Team selbst nennt die typischen Probleme: Extensions, die noch nicht aktualisiert sind, verwaiste Extensions und solche, die Funktionen verlieren oder sich anders verhalten.

TYPO3 läuft außerdem auf PHP, das Hosting trägt also dieselben Serverrisiken wie bei WordPress. Der PHP2Shell-Notfall im Oktober 2026 hat gezeigt, was das bedeutet, wenn niemand für die PHP-Version zuständig ist.

Was zieht von TYPO3 zu Webflow um?

Fast alles, was eure Besucher sehen. Seiten, News, Sprachen und Formulare haben in Webflow alle einen klaren Platz, aber keine 1:1-Kopie.

TYPO3 In Webflow Was ihr planen solltet
Seitenbaum Statische Seiten und CMS Collections Tiefe Seitenbäume abflachen und wiederkehrende Seiten in Collections überführen
Inhaltselemente Wiederverwendbare Components Nur die Elemente neu bauen, die ihr wirklich nutzt, nicht jede alte Variante
News und Blog Eine CMS Collection Beiträge mit ihren Kategorien exportieren, bereinigen und importieren
Sprachen Webflow Localization URLs und Weiterleitungen für jede Sprache einzeln planen
Formulare Webflow-Formulare mit eurem CRM Jedes Formular neu bauen, anbinden und testen

Bei den Inhaltselementen gewinnen Teams am meisten. In TYPO3 wählen Redakteure aus einer langen Liste von Elementtypen und Einstellungen. In Webflow bauen sie Seiten aus freigegebenen Components und ändern Texte und Bilder direkt auf der Seite.

Was funktioniert nicht mehr, und was braucht eine andere Lösung?

Extensions, Login-Bereiche und detaillierte Backend-Rechte. Dafür gibt es in Webflow keine direkte Entsprechung, deshalb braucht jedes davon vor dem Build eine Entscheidung.

  • Extensions. Eine News-Extension wird zur CMS Collection, eine Such-Extension zur Webflow-Site-Search oder zu einem Such-Tool, eine Formular-Extension zu Webflow-Formularen. Manche haben keine Entsprechung und brauchen eine Integration.
  • Login-Bereiche. Kundenportale, Download-Bereiche hinter einem Login oder ein Intranet gehören in ein separates System. Webflow kann die öffentliche Website davor sein.
  • Backend-Rechte. TYPO3 kann Redakteure auf einzelne Zweige des Seitenbaums beschränken. In Webflow gibt es Publishing-Workflows ab dem Team-Tarif und granulare Rollen mit Enterprise.
  • Mehrere Websites in einer Installation. Eine TYPO3-Instanz betreibt oft mehrere Domains. In Webflow ist jede Website ein eigenes Projekt mit eigenem Tarif.

Wenn eure TYPO3-Website eigentlich ein Portal mit Logins und komplexen Rechten ist, ist ein kompletter Umzug zu Webflow der falsche Plan. Oft ist es richtig, die öffentliche Marketing-Website umzuziehen und das Portal zu belassen, wo es ist. Unser Leitfaden dazu, wann sich der Abschied von einem Legacy-CMS lohnt, hilft bei dieser Entscheidung.

Felix: Bevor wir einen TYPO3-Umzug kalkulieren, bitte ich um eine Sache: die Liste der installierten Extensions aus dem TYPO3-Backend. Jede Extension darauf ist entweder eine Webflow-Funktion, eine Integration oder ein Teil, der woanders bleibt. Diese Liste zu sortieren dauert eine Stunde, und genau dort entstehen die meisten Budget-Überraschungen, wenn es niemand macht.

Wie lange dauert ein Umzug von TYPO3 zu Webflow?

Eine typische Firmenwebsite zieht in 6 bis 8 Wochen um. Große Websites mit mehreren Sprachen oder vielen Templates brauchen 12 bis 16 Wochen.

Bei TYPO3-Projekten bestimmen vor allem vier Dinge den Zeitplan:

  • Elementtypen. Zwanzig genutzte Elementtypen dauern länger als fünf, weil jeder zu einer Component wird.
  • Sprachen. Jede Sprache bringt zusätzliche Inhalte, URLs und Checks.
  • Zu ersetzende Extensions. Jede braucht eine Entscheidung, und manche brauchen eine Integration.
  • Entscheidungstempo. Wochenlanges Warten auf die Freigabe der Seitenliste verzögert alles danach.
Aus unseren Projekten: Beim Relaunch von heyData haben wir über 90 Seiten in zwei Sprachen in 12 Wochen zu Webflow umgezogen und über 300 veraltete URLs mit sauberen Weiterleitungen entfernt. Nach dem Launch verbesserte sich die durchschnittliche Google-Position über alle Keywords von 20,7 auf 7,8. Zur heyData Case Study.

Die Phasen sind dieselben wie bei jedem CMS. Unser Leitfaden zur CMS-Migration geht sie Schritt für Schritt durch.

Wie haltet ihr eure Rankings, wenn ihr TYPO3 verlasst?

Leitet jede alte URL auf die passendste neue Seite weiter, und plant die TYPO3-URL-Formate ein, die die meisten Teams vergessen.

  • Alte ID-Links. Ältere TYPO3-Websites haben in Backlinks und Lesezeichen noch Links wie index.php?id=123. Prüft eure Backlink-Daten darauf.
  • Sprach-URLs. Sprachversionen nutzen oft Ordner wie /en/ oder Parameter wie L=1. Jede davon braucht eine eigene Weiterleitung.
  • Dateien in fileadmin. PDFs und Downloads haben oft eigene Backlinks. Ihre URLs ändern sich in Webflow, also leitet auch die wichtigen davon weiter.
  • Metadaten. Seitentitel, Beschreibungen und hreflang-Tags müssen mit jeder Seite umziehen, statt neu erstellt zu werden.

Unsere SEO-Checkliste für die Migration von WordPress zu Webflow deckt den ganzen SEO-Prozess ab, und fast alles davon gilt auch für TYPO3.

Wo solltet ihr anfangen?

Mit zwei Listen: jede URL eurer TYPO3-Website und jede Extension, die darauf läuft. Zusammen zeigen sie, was umzieht, was eine neue Lösung braucht und was bleibt.

Exportiert die URLs aus eurer Sitemap und der Search Console und ergänzt Traffic und Backlinks. Holt euch die Extension-Liste von eurem TYPO3-Entwickler oder eurer Agentur. Entscheidet dann, was die neue Website leisten soll, nicht was die alte zufällig geleistet hat.

TYPO3-Umzüge laufen über unseren Webflow Rebuild. Weil jedes TYPO3-Setup anders ist, kalkulieren wir jedes einzeln, ab 10.000 €. Bucht einen Termin mit eurer URL- und Extension-Liste, und wir sagen euch, was umzieht, was nicht und was es kostet.

Artikel zuletzt aktualisiert:03.11.2026

FAQs

Nicht mit einem Klick. News, Blogartikel und andere strukturierte Inhalte lassen sich aus TYPO3 exportieren und in Webflow CMS Collections importieren. Statische Seiten werden mit Components neu gebaut.

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Nein. Jede Extension wird durch eine Webflow-Funktion, eine Integration oder ein separates Tool ersetzt. Listet deshalb alle auf, bevor das Projekt kalkuliert wird.

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Upgradet, wenn die Website tut, was sie soll, und die meisten Extensions für die nächste Version bereit sind. Wenn ihr beim Upgrade ohnehin die meisten Extensions ersetzen müsst, ist der Aufwand fast ein Neuaufbau, und ein Umzug lohnt den Vergleich.

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Sie ziehen in den Asset-Speicher von Webflow oder auf einen separaten Datei-Host um. Ihre URLs ändern sich, also leitet die Dateien weiter, die Backlinks haben oder in E-Mails und Drucksachen verlinkt sind.

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Ja. Die TYPO3-Website läuft bis zur Domain-Umstellung weiter. Legt einen Termin für den Content-Freeze fest und sammelt dringende Änderungen nach dem Export in einer Liste.

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